Big Bag Theory

Was kommt 2020? Laut Modesuchmaschine Lyst versprechen die Modetrends für das neue Jahr eine Japanmania, XL-Taschen und noch mehr politische Statements

US-Präsident Donald Trump hat den katastrophalen Zustand der Welt noch einmal verschärft und dabei die Modewelt politisiert wie kein anderer Präsident vor ihm. Definitiv nicht in seinem Sinn. Einige Mode-Designer wie Marc Jacobs und Sophie Theallet haben sich sogar geweigert, die First Lady einzukleiden. Sie wollen niemand ausstatten, der Werte vertritt, die ihren eigenen völlig entgegengesetzt sind. Mode und Modeevents werden 2020 sehr wahrscheinlich noch häufiger zur Bühne für politische Statements.

2020 wird definitiv das Jahr der neuen Japanmania: Der Harajuku Streetstyle, benannt nach dem gleichnamigen Stadtteil Tokyos, und die ohnehin angesagten japanischen Labels Neighborhood, Sacai, Undercover und Visvim bekommen durch die Olympiade und Paralympics 2020 in Tokyo einen zusätzlichen Raketenantrieb. Ein weiterer Nippontrend-Booster sind die zahlreichen Kollaborationen mit bekannten europäischen und amerikanischen Labels.

Die Aufsteiger des Jahres 2019, also jene Marken, die bei der Onlinesuche das größte Wachstum gegenüber dem Vorjahr verzeichnet haben, dürften höchstwahrscheinlich auch 2020 gefragt sein. Das heißt, das kommende wird ein gutes Jahr für Rotate Birger Christensen, GCDS („God Can’t Destroy Streetware“), ALYX, Marine Serre und Cecilie Bahnsen. Der 2019er-Trend zur Mini-Bag mündet laut Modesuchmaschine Lyst im Gegentrend zur Big Bag, wie sie schon Anfang des Jahrtausends zu sehen waren. Wer sich eben erst ein Mini-Modell zugelegt, kann dieses ja umfunktionieren zur Handyhülle oder zum Zigaretten-Etui.

Foto: Courtesy of Lyst / Adam Katz Sinding

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