Size Germany

Jede Epoche hat ihre Traumfigur. Zwischen Spartaner und Rubensfigur hätte es keine Einigung zum Thema von körperlicher Attraktivität gegeben. Selbst für das größte Sex-Symbol ever – Marilyn Monroe – hätte Model Heidi Klum heute kein Bild. Marilyn hatte Kleidergröße 40/42 und ihre Maße 90-60-90 entsprachen bei weitem nicht den heutigen Zero-Size Anforderungen für eine erfolgreiche Modelkarriere von 76-56-81.

Wer kein Model, Star oder Sternchen ist, arbeitet sich an der idealen Konfektionsgröße 38 ab. Aber auch diese feststehende Größe ist variabel. Im Jahre 2008 fand die letzte große Vermessung von Deutschlands Frauen statt. Und siehe da, die Deutschen haben in den vergangenen 20 Jahren im Durchschnitt zugelegt: an der Brust rund 2,3 Zentimeter, an der Taille sogar 4,1 Zentimeter und an der Hüfte rund 1,8 Zentimeter. In Frankreich kam man zu ähnlichen Ergebnissen. Eine 38 ist also keine 38 mehr. Und wer im Ausland gerne shoppen geht, stellt fest, dass Konfektionsgrößen vom Regulierungswahn der Europäischen Union links liegen gelassen werden. Passt frau in Deutschland mühelos in eine 38, muss sie in Frankreich eher zu einer 40 greifen, in Italien zu einer 44 und in England zu einer 12. Und natürlich schneidern die verschiedenen Labels mal größer, mal kleiner. Viele Luxusmarken bieten ihre Prêt-à-porter Kollektionen nicht für Konfektionsgrößen über 44 an. Der Kampf um Zahlen, sei es Gewicht, Körpermaße oder Konfektionsgrößen ist letztendlich ein verlorener. Ist es denn nicht das Auge des Betrachters, das einen wohlproportionierten Körper wahrnimmt und dies mit einem ganz individuellen Blick?

Foto: Shutterstock

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