London Calling

London ist immer in Mode und ein Klassiker für Wochenendtrips. Es ist kein Zufall, dass London als aufgeschlossenste unter den Modemetropolen gilt. Denn das Central Saint Martins College ist eine der berühmtesten Modeschulen der Welt. Die Liste ehemaliger Absolventen ist handverlesen: Stella McCartney, John Galliano, Alexander McQueen, Phoebe Philo, Christopher Kane, Paul Smith, Matthew Williamson und viele mehr. Hier nun ein kleiner Reisebericht u.a. mit einigen persönlichen Shoppingadressen in der britischen Metropole.

Er galt als „Enfant terrible“ der britischen Modeszene. Alexander McQueen war bekannt für seine exzentrischen Kreationen und pompösen Modenschauen. Fünf Jahre nach seinem Suizid ist die bereits in New York gezeigte Retrospektive des Designers „Savage Beauty“ in London zu sehen. Präsentiert werden neben extravaganten Kleidungsstücken auch Videoaufnahmen der Runwayshows. Die spektakuläre Ausstellung läuft noch bis zum 2. August im Victoria and Albert Museum (Cromwell Rd, SW7 2RL).

In einer Parallelstraße zur eleganten Bond Street befindet sich der Dover Street Market. Londons coolster Conceptstore, von Rei Kawakubo vom Kultlabel Comme des Garçons 2004 gegründet, vertritt renommierte Designerkollektionen u.a. von Erdem, Givenchy, Céline und Saint Laurent und stellt regelmäßig modeübergreifende Kooperationen mit Künstlern vor, derzeit die Loewe John Allen Collection. In einem „wunderschönen Chaos“, wie Kawakubo es beschreibt, wird exquisite Bekleidung teilweise versteckt in verfallenen Wellblechhütten neben Schmuck, Antiquitäten, ausgestopften Tieren, limitierten Designmöbeln und Büchern auf sechs Etagen verkauft (17-18 Dover Street, W1S 4LT).

Shopping auf die feine englische Art: Das Liberty ist zweifellos das schönste Kaufhaus der Stadt. Das Sortiment auf vier Etagen ist exklusiv ausgewählt, das altehrwürdige Fachwerkgebäude im Tudor-Stil sehenswert, die Kosmetikabteilung empfehlenswert. Die meisten Kunden kommen aber wegen einer traditionellen Ware: die berühmten Stoffe mit Blümchenmuster. Insgesamt 14.000 verschiedene „Liberty Prints“ hütet ein hauseigener Stoffarchivar (Regent Street, W1B 5AH).

Der britische Künstler David Shrigley hat das Sketch Gallery Restaurant mit roséfarbenem Mobiliar in eine Galerie aus gezeichneten Cartoons verwandelt. Über 200 seiner meist schwarzhumorigen Originalzeichnungen sind hier zu sehen. Die Ausstellung beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Wände. Auch das Geschirr trägt hier seine Handschrift. Wer schon immer einmal die kulinarische „Homage to David Shrigley“ probieren wollte, der sollte Sashimi des roten Thunfischs lieben und dann rechtzeitig einen Tisch im Sketch reservieren (9 Conduit Street, W1S 2XG).

Der beste Ort für einen typisch englischen Afternoon Tea ist der Reading Room im Claridge’s Hotel im Mayfair Quartier (Brook Street, W1K 4HR).

Fotos: Courtesy of Victoria and Albert Museum (1), Sketch (1), Liberty (1), Dover Street Market (1), Visit London (1)

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