Brautkleid bleibt Brautkleid

Es ist ein großer, aber auch ein kurzer Auftritt: Es gibt kein Kleidungsstück einer Frau, das eine kürzere Tragedauer hätte. Und doch verbinden sich mit dem Brautkleid Sehnsüchte und Träume wie mit kaum einem anderen Textilstück. Der weiße Stoff als Sinnbild für Unschuld hält seit Jahrhunderten als Projektionsfläche her, auf der sich das stets wandelnde Frauenbild der Epochen erkennen lässt.

Der wohl wichtigste Trend ist Spitze, aber auch fließende Stoffe wie Chiffon und Seide. Es muss nicht immer nur Weiß sein. Neben Kreationen in Creme oder Nude sind beispielsweise Farbakzente in Eisblau, Dunkelblau oder sogar Schwarz angesagt. Die Schnitte reichen von „Fish-Tail“, über Minikleid bis zur klassischen Prinzessinnen-A-Linie. Die Schultern werden wieder bedeckt und durch zarte Spitzenärmel oder sogar mit einem Mini-Cape akzentuiert. Bauschige Schleier gehören der Vergangenheit an.

Der Entwicklung der Brautkleider geht die Ausstellung „Wedding Dresses 1775-2014“ im Victoria & Albert Museum in London auf den Grund. Ausgestellt sind über 80 romantische, extravagante und glamouröse Roben aus der Sammlung des Museums und auch einige Leihgaben berühmter Trägerinnen. So sind etwa die Kleider von Dita von Teese, Gwen Stefani und von Herzogin Camilla in der Ausstellung vertreten. Zartgrau ist das Brautkleid, das von Gareth Pugh designt wurde und von „Dazed & Confused“ Moderedakteurin Katie Shillingford an ihrem großen Tag getragen wurde.

Bild: by Gareth Pugh and veil by Stephen Jones, 2011. Courtesy of Katie Shillingford. © Amy Gwatkin

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