Zurück zur Krawatte


Ob breit oder schmal, gemustert oder uni, Wolle oder Seide: Beim Thema „Krawatte im Job“ gehen die Meinungen momentan auseinander. Unternehmenslenker von Dax-Konzernen befreien sich zunehmend von Kleiderzwängen und verordnen ihren Mitarbeitern Start-Up-Spirit. Oben ohne. Auch wenn nicht gleich alle in T-Shirt und Jeans auftreten wie Facebook-Gründer Marc Zuckerberg, hat die Krawatte auch bei gestandenen Managern wie Daimler-Boss Dieter Zetsche, Siemens-Chef Joe Kaeser oder Bosch-Konzernchef Volkmar Denner offensichtlich ausgedient. Auch unter konservativen Bankern ist der traditionsreiche Schlips längst keine Selbstverständlichkeit mehr. Nordeuropäisches Modephänomen einer freikragigen Kreativbranche? Neue Lockerheit? Sittenverfall à la Alexis Tsipras? „Eine gut gebundene Krawatte,“ veranschaulichte Oscar Wilde, „ist der erste wichtige Schritt im Leben.“ Modisch betrachtet können wir behaupten: Wer Wertschätzung sucht, sollte auch bei seiner Business-Kleidung auf Wertigkeit setzen. Also gute Schnitte, optimale Passform, edle Materialien, reduzierte Farbigkeit. Die Krawatte ist ein fester Bestandteil eines zeitgemäßen Business-Looks und assoziiert Kompetenz, Haltung und Seriosität. Der Zenit des No-Tie-Trends ist erreicht und die Geburtsstunde des Gegentrends gekommen. Meine Herren, zurück zur Krawatte!


Autor: Andreas Rose   |   17. Feb 2017   |   Accessoires

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